Sommer, Sonne, Sand und spannende Matches – Nichts kann die Kahlenberg OPEN bremsen

Die Vorzeichen waren nicht gut. Gleich welcher Wetterdienst bemüht wurde, die Wettervorhersagen waren nicht gut. Die Hoffnung, dass das landesweit wenig tennisfreundliche Wetter der letzten Wochen sich aus Anlass der Jubiläumsveranstaltung der Kahlenberg OPEN in zumindest erträgliche Bedingungen verbessert, wurde leider nur am ersten Turniertag erfüllt. Sowohl Sonntag als auch der Finaltag waren geprägt von Regenschauern und Windböen.

Mit dem Motto „Nur die Harten kommen in den Garten" gestaltete das KO-Team den Turnierplan und das Jubiläumsprogramm so kompakt, dass trotz der Wetterkapriolen alle Matches zur Zufriedenheit von Zuschauern und Aktiven bis zu den hochklassigen Finalen im Freien ausgetragen.

Alles war gerichtet, interessante Teilnehmerfelder in allen Konkurrenzen, ein sportlicher Zeitplan und mittlerweile eine herausragende Infrastruktur. In der Königsdisziplin waren mit Frank Wintermantel (DRL 69) aus Weinheim, dem Vorjahressieger Martin Vacek (Heidelberg, DRL 192) sowie Vorjahresfinalist Simon Glöckner (Waldshut-Tiengen, DRL 222) und dem ehemaligen Mazedonischen Davis-Cup-Spieler Lazar Magdinczev vom TC Marburg waren die Favoriten des 32er-Feldes auf dem Papier schnell ausgemacht. Leider konnte von den Lokalmatadoren vom TC BW Oberweier und dem TC Schönberg aus Freiburg keiner der Aktiven in die entscheidende Phase des Turniers eingreifen. Dennoch gab es mit Noah Rockstroh vom TC Markdorf und Peter Svabik aus Erlangen zwei Überraschungen, die die Favoriten auf schwierigem, weil schmierigen Geläuf ziemlich in Straucheln brachten. Wie im Alltag sind es die wichtigen kleinen Details, die dann doch dafür sorgten, dass mit Frank Wintermantel und Martin Vacek im „die" zwei Favoriten im Finale standen. Wie bestellt schloss der seit Stunden graue Himmel seine Schleusen und das Finale konnte um 16 Uhr Fahrt aufnehmen. Frank Wintermantel nahm von Beginn des ersten Satzes so viel Fahrt auf, dass Martin Vacek Schwierigkeiten hatte mit auf den Zug aufzuspringen. Ein 6:3 für Frank Wintermantel war das Ergebnis für die rasante Fahrt. Im zweiten Satz kam Martin Vacek besser in Fahrt und konnte das Tempo von Frank Wintermantel mitgehen und den Satz bis zum Tiebreak ausgeglichen gestalten. Die Hoffnung auf einen spannenden dritten Satz keimte bei den zahlreichen Zuschauern auf. Doch im Tiebreak konnte Frank Wintermantel noch ein paar Schippen Kohle zulegen und lies dem Titelverteidiger Martin Vacek mit 7:3 keine Chance.

In der Herren 40 A LK-Konkurrenz bestimmten mit Thomas Welte (TC Ettenheim), Markus Riesterer (TC BG Bad Krozingen), Martin Leise (TC Wagshurst) und Hans-Peter Fischer (TC Ottenhöfen) vier berühmt berüchtigte Größen der 40er LK-Welt (alle LK 7) im Bezirk 3 das Turniergeschehen. Trotz konstanten Regen und schwierigen Platzverhältnissen lieferten sich die Vier im Halbfinale spannende und mit viel Taktik geprägte Ballwechsel. Für das Finale qualifizierten sich nach jeweils über zwei Stunden Spielzeit Thomas Welte und Martin Leise. Nach dem kräftezehrenden Halbfinale gegen den offensiv ausgerichteten Hans-Peter Fischer musste Martin Leise den kurzen schnellen Antritten Tribut zollen und hatte im Finale gegen Thomas Welte nur eine hauchdünne Chance, die er leider beim 6:2 6:0 nicht nutzen konnte.

Keinen Überraschungssieg landete das Ringsheimer Neumitglied Stefan Hartmann in der Herren 40 B LK-Konkurrenz. Aus der Jugend des TC Denzlingen hervorgegangen und lange Zeit bis zur Verbandsliga bei den Herren spielend lag das Racket in den letzten Jahren in der Ecke und Stefan Hartmann landete auf der LK 23. Der Restart gelang ihm mit dem Sieg der Herren 40 B-Konkurrenz erfolgreich und ermöglicht es ihm mit weiteren Turniererfolgen in diesem Jahr an frühere Zeiten anzuknüpfen.

Die Herren 50 LK-Konkurrenz wurde von Spielern der Regionalliga-Mannschaft des Sport-Club Freiburg dominiert. Von acht Viertelfinalisten kamen mit dem Vorjahressieger Uli Hartbaum, Bernhard Max, Erich Schaller und Matthias Beck vier in die Runde der letzten Acht. Davon erreichten außer Matthias Beck drei Musketiere aus Freiburg das Halbfinale. Garniert mit dem an 1 gesetzten Martin Hassmann (TC Bischweier) boten diese Halbfinale bei Dauerregen strategische und physische Meisterleistungen. Zeitweise war es schwieriger einen sicheren Stand zu finden als dem taktischen Konzept zu folgen. Nach dramatischen Spielverläufen sicherten sich Uli Hartbaum und Erich Schaller den Einzug in das Finale. Bei widrigen Verhältnissen lieferten sich der Titelverteidiger Uli Hartbaum und der aus Fribourg in der Schweiz stammende Erich Schaller im ersten Satz ein Achterbahn-Rennen. Nach schneller Führung von Erich Schaller glich Uli Hartbaum aus und ging mit 4:3 in Führung. Danach verließ Uli Hartbaum der Drive und Erich Schaller konnte doch noch den ersten Satz für sich mit 7:5 entscheiden. Im zweiten Satz konnte der Titelverteidiger seinem Mannschaftskollegen kein Paroli mehr bieten. Das Halbfinale gegen Martin Hassmann zeigte Wirkung und Erich Schaller gewann 6:2.
Nach neun Jahren Kahlenberg OPEN ohne Regen sowie der Jubiläumsveranstaltung im Regen zog Turnier-Direktor Kai Bumann ein einzigartiges Resümee: „Aufgrund der Turnierhistorie mit ausschließlich tollem Tenniswetter würde es nicht den Tatsachen entsprechen, wenn wir sagen würden, wir wären auf derartige Regenverhältnisse vorbereitet. Das Wetter bot für das KO-Team, die Zuschauer und die Aktiven außergewöhnliche Herausforderungen. Mit dem nach diesem bescheidenen Frühjahr niemand gerechnet hat, oder rechnen wollte. Irgendwann hätte das Herbstwetter doch endlich ein Ende finden können. Dazu wären die Kahlenberg OPEN doch der richtige Anlass und Zeitpunkt gewesen. Aber es hat nicht sollen sein. Und deshalb gehört vom TC Ringsheim aus, den „Artisten auf dem roten Sand" und den trotz Temperaturen um 10°C Grad und Dauerregen zahlreichen Zuschauern der maximale Respekt und das größte Kompliment. Ohne diese Begeisterung auf und rund um den Platz wären viele Situationen während der Turniertage nicht so leicht gelöst worden. Vielen Dank dafür. Und die Kahlenberg OPEN 2013 haben uns gezeigt, dass das Team des TC Ringsheim nichts aus der Ruhe bringen kann und für die nächsten 10 Veranstaltungen ausgezeichnet vorbereitet ist. Dass neben dem Wetter noch weitere kleine Details optimierbar sind, ist uns von Aktiven- als auch Zuschauerseite bewusst gemacht worden. Unser Ziel ist es schon beim zweiten Teil der Kahlenberg OPEN mit den Konkurrenzen Herren (LK 1-23)- und Herren 50 (LK 12-23) vom 30. Mai – 2. Juni 2013 das eine oder andere Detail anzupassen. Da im Moment für die Herren-Konkurrenz schon über 70 Meldungen und bei den Herren 50 über 30 Meldungen vorliegen, ist zur Jubiläumsveranstaltung mit Rekordteilnehmerfeldern zu rechnen und das ist Anlass genug uns in kleinen Schritten weiter zu verbessern.

Für 2014 konnte sich das Team die letzten Wochen noch keine Gedanken machen, aber die Weiterentwicklung der Veranstaltung wird weitergehen. Es bestehen Visionen und um mit Christian Streich SC Freiburg zu sprechen, wenn wir weiterhin so gut gegen den Ball arbeiten, werden wir automatisch die Früchte unserer Arbeit ernten oder die Visionen zur Realität werden zu lassen. Auf jeden Fall heißt es ab dem 3. Juni 2013 nach Ende der Jubiläumsveranstaltung, nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Bedeutet, die Vorbereitung für 2014 beginnt, jetzt!

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